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Erstes PV-Projekt der Bürgerenergie Reken geht ans Netz

19. Juni 2026

Reken. Die Bürgerenergie Reken eG hat ihr erstes konkretes Projekt zur Umsetzung der lokalen Energiewende erfolgreich abgeschlossen. Die im Jahr 2025 errichtete Photovoltaikanlage ist seit dem heutigen Freitag, den 19. Juni 2026, offiziell am Netz. Die Inbetriebnahme markiert einen wichtigen Meilenstein für die noch junge Genossenschaft.

Lokale Energie für Rekener Bürger

Die Bürgerenergie Reken eG wurde am 27. Juli 2023 von 15 engagierten Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Das erklärte Ziel des Zusammenschlusses war und ist es, die Energiewende direkt vor Ort mitzugestalten und in Reken erzeugten Strom auch den Bürgerinnen und Bürgern in der Region zugänglich zu machen. Seit der Gründung hat sich die Genossenschaft positiv entwickelt: Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 38 angewachsen.

Das erste Objekt in Reken wurde auf einer Dachfläche der Familie Röhling am Preinhok 6 realisiert. Die dort installierte PV-Anlage verfügt über eine Gesamtleistung von 80 Kilowatt-Peak (kWp). Nach Berechnungen der Genossenschaft wird mit einer jährlichen Strommenge von rund 76.000 Kilowattstunden (kWh) gerechnet. Die gesamten Investitionskosten beliefen sich auf etwa 70.000 Euro. Das dafür benötigte Eigenkapital konnte zum Start der ersten, noch jungen, Genossenschaft durch die Gründungsmitglieder komplett finanziert werden.

Sechs Monate Wartezeit auf den Zähler

Obwohl die Anlage bereits im Laufe des Jahres 2025 vollständig baulich fertiggestellt und die Betriebsbereitschaft ordnungsgemäß an den Netzbetreiber Westnetz gemeldet wurde, verzögerte sich der eigentliche Start der Stromproduktion erheblich. Den erforderlichen Einbau des Stromzählers zur endgültigen Zuschaltung der Solaranlage wurde trotz frühzeitiger Beantragung im Februar 2026 bei der Westnetz erst heute, sechs Monate später schlussendlich montiert.

Aus den Reihen von Vorstand und Aufsichtsrat der Bürgerenergie Reken eG erntet dieser langwierige Prozess deutliche Kritik. Eine Abordnung der Führungsgremien fand dazu am Rande des Vor-Ort-Termins deutliche Worte:

„Es ist für uns nur schwer erklärbar, warum man ein halbes Jahr warten muss, bis der Netzbetreiber einen Zähler einbaut, während eine betriebsbereite Anlage in der Zeit keinen umweltfreundlichen Strom liefern darf. Unter einer funktionierenden und dynamischen Energiewende verstehen wir definitiv etwas anderes.“

Blick nach vorn: „Energy Sharing“ im Fokus

Trotz der administrativen Hürden blickt die Genossenschaft optimistisch in die Zukunft und arbeitet bereits an den nächsten Projekten. Ein aktueller Schwerpunkt liegt dabei auf die Umsetzung vom sogenanntem „Energy Sharing“. Das heißt den in der Region erzeugten Strom künftig auch dort wieder zu nutzen, nach dem Motto „von Reken für Reken“.

Vorstand und Aufsichtsrat rufen interessierte Einwohner dazu auf, sich aktiv einzubringen. Hierfür können sich die Bürgerinnen und Bürger, die sich für die lokale Energiewende sowie allgemeine Energiethemen interessieren, auf der offiziellen Webseite der Bürgerenergie Reken eG informieren und Kontakt aufnehmen.

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